Presse

 

unterwasserwelt 06/2010

  UWW 6.10  
 
  Für die meisten Sporttaucher steht Florida als Symbol für Begegnungen mit Manatees und Unterwasserexkursionen in warmen und kristallklaren Flüssen. Für Techtaucher bietet der südlichste Bundesstaat der USA eine Fülle von Höhlensystemen und Wracks. Ohne Übertreibung darf behauptet werden, dass rund um die Springs die Wiege des technischen Tauchens stand. Und immer noch kommen von dort Impulse, welche Fertigkeiten ein Techtaucher beherrschen muss und wie das Equipment zusammenzustellen ist. „Taucher-Tom“ Thomas Feiden widmet sich in seinem Buch „Tauchen in Florida“ allen spannenden Aspekten, die Tauchgänge in Florida aufzubieten haben.

Der Autor hat sich zu einem ungewöhnlichen Schritt entschlossen und bietet Textinhalte auf Deutsch und auf Englisch an. Nicht als Übersetzung, nein, die Originaltexte von bekannten Größen der amerikanischen Techtaucher – Szene blieben unverändert. Sie machen etwa 15% der Inhalte aus. Zu Wort kommen Jarrod Jablonsky, Lamar Hires, Kelly Jessop, Richie Kohler, Joe Weatherby und Sheck, Exley, alles seit vielen Jahren schimmernde Namen der Szene.
Und ebenso liest sich das Inhaltsverzeichnis, das den eingefleischten Tekkies das Herz höher schlagen lässt, nur einige seien genannt: Ginnie Springs, Devil`s Den, Madison Blue bei den Höhlen, Oriskany, Duane und Eagle bei den Wracks. Easy Going dann bei den Flusstauchgängen im Crystal River und Rainbow River, die auch mit Manateebegegnungen in Verbindung stehen.
Die teils zweisprachige Gestaltung macht Sinn. Ohne Englischkenntnisse hat man in USA wenig Chancen, sich mit dem Personal in Tauchshops oder Tauchern am Gewässer selbst zu verständigen. Tauchgänge in Höhlen und in Wracks stellen ganz besondere Anforderungen an das Briefing, die Ausrüstung, die Gasgemische, die Unterstützung von außen, schlicht die gesamte Planung. Ohne Englischkenntnisse läuft da nichts und Missverständnisse kann man sich nicht leisten. Also sind die Texte auch eine gute Einführung und Auffrischung der englischen Sprache.
Die von Thomas Feiden vorgestellten Tauchplätze sind reich bebildert, über wie unter Wasser, genaue Karten zeigen die Situation in Höhlen und Wracks, eine standardisierte Tabelle stellt detailliert den jeweiligen Spot vor. Es gibt unter anderem Hinweise zu Tiefen Sichtweiten, Strömungen, Gasgemische, Fotoausrüstung (Brennweiten).
Die Geschichten sind spannend erzählt und nachvollziehbar. Die Beschreibung der Tauchplätze ist ausgezeichnet, man findet wohl alle zum Zeitpunkt der Veröffentlichung verfügbaren Hinweise von Kontaktpersonen bis Orientierungseinrichtungen in Höhlen.

Tauchen in Florida macht auch jene lese- und blättersüchtig, denen das Thema Techtauchen nicht so nahe steht, denn auch Open Water Diver sind angesprochen. Man erfährt viel über unterschiedlichste Tauchgeräte, von denen ein Teil im Profibereich zum Einsatz kommt. Und wie immer fällt auch ein Päckchen Know How ab, das nicht nur im Techbereich allein zuhause ist, sondern auch Sporttauchern zu sicher geplanten Tauchgängen verhilft.

Unser Urteil: Spannend, interessant, informativ, kurz: Lesenswert. Für Tekkies ein Muss.

Tauchen in Florida
Autor: Thomas Feiden  
Umfang: 207 Seiten
Format: DIN A 4
Umschlag: Hardcover
Fotos / Karten: über 400
ISBN: 978-3-9812276-2-8
Preis: € 29,80 inkl. Widmung und Versand (in Deutschland)

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unterwasser August 2009

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Tauchen, Ausgabe Mai 2009

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