Wasserwacht (water rescue service)

Eisrettung / Bergungs – Übung

Gestern lief eine kombinierte Eisrettungs/Bergungs-Übung der Wasserwacht Cochem in Zusammenarbeit mit ein paar alten (und neuen) Freunden der DLRG aus Mettingen.

Im Lauf des Vormittags wurden in mehreren Gruppen verschiedenen Szenarien durchgespielt.

 

Einerseits wurden die verschiedenen Möglichkeiten durchgespielt, die man hat um ins  Eis eingebrochene Personen zu bergen.

Hier kamen verschiedene Hilfsmittel wie Spineboard, Schaufeltrage oder auch ein Schlauchboot zum Einsatz. Dabei zeigte sich, dass es gar nicht so einfach ist eine hilflose Person aus dem Wasser auf das Rettungsmittel oder ins Boot zu ziehen. Auch ist hier die Zusammenarbeit zwischen den Rettern direkt beim Opfer und der Mannschaft am anderen Ende des Seils von entscheidender Bedeutung.

Erleichtert wurde die Übung weil das Eis noch mehr als 15cm dick war und so die Gefahr des Einbrechens für den/die Retter vernachlässigt werden konnte. Dies ist jedoch insbesondere bei geringen Kenntnissen der Einsatzstelle sowie abhängig von der Wetterlage, auch der Tage vor dem Unfall, ein wichtiger Aspekt, der von den Rettern beachtet werden muss!

Im Ernstfall können grundsätzlich auch Ungeübte versuchen dem Eingebrochenen zu helfen. Einfache Hilfsmittel hierzu können z.B. Holzleitern oder Schaltafeln sein, die das Gewicht auf eine größere Fläche verteilen und so die Gefahr des Einbrechens des Helfers verringern. Ebenso ist es wichtig, das eigene Gewicht auf eine größere Fläche zu verteilen, indem man sich liegend an das Opfer heranschiebt.

Helfer sollten sich jedoch in keinem Fall ungesichert auf dünnes Eis wagen. Im Zweifelsfall hilft es auch dem Eingebrochenen eine Leine an dem z.B. ein Kanister oder größeres Brett befestigt ist zuzuschieben oder -werfen. Auch ein herausgebrochenes Element von einem Jägerzaun kann Leben retten.

 

Im zweiten Teil der Übung wurden dann noch Unterwasser-Suchmanöver durchgeführt, an der mehr als zehn Taucher teilnahmen. Hier wurde an Hand von bestimmten Leinensignalen eine Kommunikation zwischen Taucher und Leinenführer praktiziert, um die Taucher schnellstmöglich an das Opfer heranzuführen, welches oftmals durch die relativ klare Eisfläche von oben zu sehen ist.

Insbesondere bei kleinen Kindern haben Helfer eine gute Chance für eine erfolgreiche Reanimation.

 

Insgesamt war die Übung ein Erfolg und auch die alten Hasen unter den Anwesenden konnten im Rahmen angeregter Diskussionen noch Verbesserungspotential für zukünftige Einsätze erkennen.

Dank an alle Helfer, insbesondere an unsere Freunde aus dem „hohen Norden“, ähnliche Aktionen sollten wir in Zukunft regelmässig durchführen

Sonntag, Februar 19th, 2012 Wasserwacht (water rescue service) 65 Comments

Tauchertaufe

Nach Ablegen der theoretischen und praktischen Prüfungsteile haben gestern noch zwei Taucher die obligatorische Tauchertaufe über sich ergehen lassen um würdig in den Kreis der Kameraden aufgenommen zu werden.

Andreas Galonske als Rettungstaucher und Thomas Schenk als Ausbilder für Rettungstaucher.

Im Rahmen unserer Wasserwacht-Revival-Party haben die Beiden erfolgreich an einem simulierten Einsatz  teilgenommen und wurden anschließend von Neptun getauft.

Fahrt mit dem Cursor auf´s Bild und der Text erscheint, Bild anklicken–>große Variante

Sonntag, August 21st, 2011 Wasserwacht (water rescue service) 57 Comments

Reparatur an der Fähre in Klotten

Freitag Nachmittag erreichte uns ein Notruf, dass die alte Fähre in Klotten vom Wind um die eigene Achse gedreht wurde, wobei ein Führungsseil aus Stahl in den Schottelantrieg gezogen wurde und die Fähre im Anschluß manövrierunfähig ans Ufer trieb.

Mit vier Mann vor Ort, Taucher Sascha Thorn, Leinenführer Holger Hoffmann, Reservetaucher Manfred Franzen und mir als Einsatzleiter gelang es innerhalb von zwei Stunden das 20mm Stahlseil aus dem Antrieb zu entfernen und die miteinander verknoteten Bojenseile zu entflechten.

Im Anschluß daran konnte die Fähre mit Unterstützung der Kameraden von der Cochemer Feuerwehr und ihrem Boot wieder gedreht werden und die Fähre konnte im Laufe des Nachmittags den Betrieb wieder aufnehmen.

Brunnen-Projekt

Schon seit einiger Zeit stand es auf dem Plan zwei alte Brunnen einer Moselgemeinde zu inspizieren und so weit wie möglich von vorhandenem Unrat zu befreien. Bürgermeister und Gemeinderat hatten diesbezüglich bei Sascha angefragt.

Zusammen mit Feuerwehr und THW starteten wir dann heute den ersten Versuch.

Aus dem ersten Brunnen, dessen Wasseroberfläche gut zehn Meter unter der Oberfläche lag sollten diverse von oben erkennbar größere Gegenstände geborgen werden.

Sascha machte sich als erster fertig. Zur Sicherheit D7 mit komplett redundanter Ausrüstung. Es gelang ihm mehrere alte Pumpenteile, Holzbalken und Stahlträger zu befestigen, die dann nach oben gezogen wurden, natürlich erst nachdem er selbst zuvor den Brunnenschacht verlassen hatte.

Er stellte eine ca. 10 cm dicke Schicht aus Mörtelresten auf dem Boden fest, die ein einer Stelle schon brüchig war.  Darunter war wieder weiches Sediment feststellbar.

Auch ich konnte, nunmehr allerdings nur noch mit kleinem „Besteck“ ausgestattet, nur noch mit einer Harke vorwärtskommen. Dies war ohnehin nur möglich indem man sich auf dem Bauch liegend mit Füßen und Kopf an der Brunnenmauer abstützend einklemmte.

Also wurde der weitere Vorstoß auf einen späteren Zeitpunkt verschoben, denn hier ist grobes Gerät erforderlich.

Die Betauchung des zweiten, relativ flachen Brunnens verlief problemlos und eine kleine Menge Unrat konnte enfernt werden.

Die Reihenfolge der Bilder ist leider nicht richtig (Bilder zum Vergrößern anklicken)

There were two wells on our diving list since almost half a year. We were contacted by the officials and today, together with the fire brigade and THW (technical support team) we started our first attempt.

Sascha was the first who was lowered to the water, more than 30ft below the surface. He was heavily equiped with redundant gear and managed to attach heavy iron parts of an old pump and wooden parts which were brought to the surface. We found out, that there was a layer of concrete-like material, which was about 4inches thick. Below this we felt soft material, but it´s necessary to come back with heavy gear to dig deeper into the past…

The second well was an easy dive, less than 6ft deep and we recovered some rubbish before we left.

Somehow I can´t get the right order for the pics (click on pics to enlarge)


Bombe / Evakuierung Cochem 13.03.2011 Evacuate Cochem / bomb squad

Heute musste Cochem zum zweiten Mal innerhalb von 6 Wochen wegen einer Bombenentschärfung evakuiert werden. Mehr als 3000 Menschen, darunter die Insassen eines Krankenhauses und eines Altenheimes waren betroffen und mussten ihre Häuser für die Zeitdauer der Entschärfung der 500kg Bombe verlassen

Über 300 Einsatzkräften von Deutschem Roten Kreuz, Feuerwehr, THW und der Polizei mit fast 100 Einsatzfahrzeugen vom Kranwagen bis zum Hubschrauber führten die Evakuierung und die anschliessende Rückführung der Betroffenen gut organisiert durch.

Vielen Dank an alle Helfer und gute Erholung bis zum nächsten Einsatz.

Today the City of Cochem had to be evacuated for the second time within 6 weeks because of a defuse of a 1000 pound WWII bomb.

More than 3000 people, including the inhabitants of a hospital and a senior residence had to leave their homes while the members of the bomb squad did their dangerous job.

The German Red Cross, Fire Brigade, THW (Technical Support Team) and police sent more than 300 members of action and rescue force with almost 100 vehicles, from special transport vehicles to heavy trucks and helicopters to help.

Thanks to all of you, see you again soon, when they find the next bomb…



Cuba-Cave-Exploration

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